Litauen – kleines Land, große Erholung
Osteuropa

Waren Sie schon einmal in Litauen? Unsere Kollegin Heike besuchte das Land kürzlich, um sich das Kur- und Wellness-Angebot der Region genauer kennenzulernen. Auslöser war eine Einladung der Medical SPA „Eglės sanatorija" und unseres Partners Eberhardt Travel, welcher sein Programm derzeit erweitert. Ihre Eindrücke, hat sie in diesem Beitrag festgehalten.
Birštonas: Ruhe an der Memel
In Vilnius wurde die Gruppe am Flughafen herzlich empfangen. Das Ankunftsgebäude erinnert eher an einen historischen Bahnhof. Mit dem Bus ging es gut 100 km Richtung Westen nach Birštonas. Schon auf der Fahrt fielen Sauberkeit und Ordnung auf: gepflegte Wege und Grundstücke zeigen in Litauen den Normalzustand.

Das Eglės Medical SPA liegt direkt an einer der Memel-Schleifen, die sich durchs Land schlängeln. Es ist ein Ort der Ruhe und Erholung mit professioneller Gesundheitsversorgung. Alle Gebäudeteile sind miteinander verbunden, sodass die Behandlungen im (Leih-)Bademantel erreichbar sind.
In Birštonas nutzt man vor allem die heilende Wirkung der salzhaltigen Mineralwasserquellen und des weißen Moorschlamms. Kurgäste und Reha-Patienten werden bei Beschwerden des Stützapparats, bei Gelenkbeschwerden und bei Magen-Darm-Problemen behandelt. Auch die Entspannung kommt nicht zu kurz. So gibt es vor Ort:
Ein Hallenbad und Saunen
Inhaliermöglichkeiten am Gradierwerk
Moorpackungen und Massagen
Entspannungstechniken und gutes Essen
Die Lage am Fluss mit angrenzendem Wald lässt die Seele baumeln. Die Gruppe durfte einzelne Anwendungen selbst genießen. Eine App informiert über die Termine, die der Arzt bei der Eingangsuntersuchung festgelegt hat. Untersuchungen, Behandlungen und Trainings finden mit modernster Technik statt.

Englischkenntnisse sind von Vorteil, doch das Haus ist auf deutsche Gäste eingestellt. So gibt es etwa deutschsprachige Beschilderungen auf dem Gelände. Das Personal spricht etwas Deutsch oder nutzt eine Übersetzungs-App.
Die Kleinstadt (etwa 3.000 Einwohner) lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Eine kleine Bimmelbahn fährt die Gäste auf einem Rundkurs durch den Ort, vorbei an einem Aussichtsturm. Nach 300 Stufen belohnt ein Rundblick über die Gegend. Der nahe Freizeitpark bietet die längste und extremste Sommerrodelbahn des Landes.
Druskininkai: Kurort im Süden

Nach zwei Übernachtungen ging es etwa 90 km weiter nach Süden, bis nah an die belarussische Grenze. Druskininkai liegt nur 20 km von Belarus entfernt. Das dortige Eglės Medical SPA wird derzeit modernisiert und hat einen tollen Anbau erhalten. Die Gruppe wohnte in den neuen Zimmern und testete Annehmlichkeiten wie Schwimmbad und Sauna. Auch hier werden die Anwendungen über die hauseigene App terminiert.
Das weitläufige Kurhotel liegt am Stadtrand, ebenfalls direkt am Wald. Es bietet gemütliche Sitzbereiche und vielfältige Erholungs- und Genesungsanwendungen. Das regionale Essen ist nicht nur gesund, sondern auch sehr schmackhaft. In Kürze soll ein beheizter Außenpool eröffnen, der auch im Winter nutzbar ist.
Die Stadt hat etwa 13.000 Einwohner und bietet viel Abwechslung:
einen riesigen Kurpark sowie eine Fußgängerzonen
Flaniermeilen an der Memel und Heilquellen
Seilbahn über den Fluss und Snow Arena
historischer Charme
Die musikalischen Fontänen, ein tanzender Wasser- und Lichtbrunnen im Herzen des Kurorts
Aktuell entsteht im Ort ein großer Busbahnhof, denn die Bahnstrecke nach Belarus wird wegen der geschlossenen Grenzen nicht mehr genutzt. Nach der Fertigstellung soll man in einem Heißluftballon über dem Dach des Gebäudes aufsteigen und den Blick über Stadt und Umgebung genießen können.
Auch hier fiel allen auf, wie sauber die Stadt ist: gepflegte Grünflächen, blitzblanke Sitzgelegenheiten, blühende Anpflanzungen überall. Man fühlt sich wohl und sicher. Sogar die Wälder wirken aufgeräumt und die Straßenränder sind bis an den Waldrand gemäht.

Trakai: Burg und Kibinai
Vor dem Heimflug am Abend besuchte die Gruppe Trakai, etwa 30 km von Vilnius entfernt. Die ehemalige Residenzstadt beherbergt die meistbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes, ein Wasserschloss aus dem 14. bis 15. Jahrhundert.
In der Region werden traditionelle Bräuche gepflegt. Dazu gehören die Kibinai, ein traditionelles Gericht der ethnischen Minderheit der Karäer. Wir durften es selbst zubereiten: Aus Hefeteig formt man Teigtaschen und füllt sie mit Fleisch. Nach kurzer Zeit im Backofen schmecken sie köstlich, dazu gibt es Brühe. Die kurzweiligen Geschichten der Hausherrin über das Volk der Karäer rundeten das Mittagessen ab.

Zum Abschluss führte eine Busrunde durch Vilnius, alt und modern zugleich. Von einem Aussichtspunkt blickten wir über die Stadt und nahmen schweren Herzens Abschied.
Gut zu wissen
Anreise: per Flugzeug von verschiedenen deutschen Flughäfen nach Vilnius, teils mit Umstieg in Riga oder Warschau.
Reisen im Land: gut per Bahn und Bus möglich, auch Mietwagen sind gut verfügbar.
Sicherheit: keine Einschränkungen.
Sprachen: Litauisch, Englisch, Polnisch und Russisch. An touristischen Zielen wird zunehmend Deutsch gesprochen.
Währung: Euro.
Kur: Vor einer Buchung ist die Kostenübernahme mit der Krankenkasse zu klären. Im Kurhotel erfolgt eine Eingangsuntersuchung zur Erstellung eines Behandlungsplans.
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