Roadtrip durch Kroatien – Zwischen historischen Städten und versteckten Badebuchten

Südeuropa

Aussicht von den Treppen ins Nichts in Rijeka

Urlaub an der Adria – für viele klingt das nach einem klassischen Sommerurlaub. Doch Kroatien hat weit mehr zu bieten als Sonne und Strand. Auf unserem Roadtrip entlang der Küste entdeckten wir historische Städte, traumhafte Buchten und einige echte Geheimtipps.

Sehenswürdigkeit in Zagreb

Zagreb – Kroatiens lebendige Hauptstadt

Unsere Reise startete in der Hauptstadt Zagreb. Aufgrund der großen Entfernung zum Meer wird sie – anders als beispielsweise Split – nicht von Touristen überrannt und bietet stattdessen einen authentischen Einblick in das kroatische Stadtleben.

Die Altstadt lädt mit ihren verwinkelten Gassen zum Schlendern ein. Zwischen den Sehenswürdigkeiten finden sich gemütliche Restaurants und sogar versteckte Tunnelgänge, die früher Teil einer Bunkeranlage waren. Die Stadt steckt voller Kultur und faszinierender Gebäude. Trotz zahlreicher Baustellen gibt es hier viel zu entdecken.

alte Tunnel in Zagreb

Eines unserer Lieblingsrestaurants war die Pivnica Medvedgrad Ilica, benannt nach einer kleinen Burg nördlich von Zagreb. Ein schöner Biergarten, leckeres Essen und selbst gebrautes Bier machten den Besuch zu einem echten Highlight. Besonders empfehlen können wir das Saisonbier „Sommer in Zagreb“, ein belgisches Weizen.

Kleiner Umweg nach Triest

Am äußersten nordöstlichen Zipfel Italiens liegt Triest. Über einen kleinen Umweg durch Slowenien ist die Stadt bequem über die Autobahn erreichbar und verbindet einen prachtvollen Stadtkern, der stellenweise an Venedig erinnert, mit der Nähe zum Meer.

Canal Grande mit der Kirche Sant’Antonio Nuovo

Nach unserer Ankunft fuhren wir zunächst etwas nördlich der Stadt, um das erste Mal auf unserer Reise ins Meer zu springen. Einfach am Straßenrand parken und ab ins glasklare Wasser. Anschließend lässt sich Triest wunderbar zu Fuß erkunden. Am besten stellt man das Auto in einem Parkhaus ab und genießt die Stadt ganz entspannt.

Strände in Kroatien

Die meisten Strände an der kroatischen Adriaküste sind Kies- oder Felsstrände. Badeschuhe gehören deshalb unbedingt ins Gepäck – nicht nur wegen der Steine, sondern auch zum Schutz vor Seeigeln. Zwar gibt es vereinzelt aufgeschüttete Sandstrände, doch die natürlichen Buchten haben uns deutlich besser gefallen.

Kristallklares Meer an der Küste der Adria

Eine Schnorchelausrüstung lohnt sich ebenfalls, denn unter Wasser gibt es an vielen Orten einiges zu entdecken – besonders an den weniger besuchten Stränden.

Nach unserer Erfahrung lagen die schönsten Badeplätze oft direkt an der Küstenstraße. Sie waren meist deutlich ruhiger als die Stadtstrände, boten Schatten durch Pinien und erlaubten es, das Auto direkt am Straßenrand abzustellen.

Rijeka – Zwischen Hafenstadt und Panorama

Rijeka, eine der größten Städte Kroatiens, ist mit ihrer sehenswerten Altstadt und dem beeindruckenden Bergpanorama auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. In der Innenstadt laden zahlreiche Bars und Cafés zum Verweilen ein.

Eine Hügelaussicht auf Rijeka

Über die bekannten Petar-Kružić-Stufen erreicht man einen tollen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt. Die 561 Stufen der sogenannten „Treppe ins Nichts“ sind zwar etwas anstrengend, die Aussicht entschädigt jedoch für den Aufstieg.

Die Treppen ins Nichts in Rijeka

Etwas außerhalb befindet sich außerdem ein etwas außergewöhnlicher Strand direkt neben dem alten Stadion des Fußballvereins HNK Rijeka. Dort baden viele Einheimische – eine besondere Atmosphäre, die sich von den klassischen Touristenstränden deutlich unterscheidet.

Altes Stadion von HNK Rijeka mit Meer im Hintergrund und Sonnenuntergang

Krk – Inselparadies mit mediterranem Charme

Der wohl schönste, aber auch teuerste Stopp unserer Reise war die Insel Krk. Über die mittlerweile mautfreie Brücke ist sie problemlos erreichbar. Zwar kann es durch den nahegelegenen Flughafen gelegentlich zu Staus kommen, doch die Fahrt lohnt sich.

Unsere erste Unterkunft lag im kleinen Ort Porat im Norden der Insel. Der idyllische Hafen und die vielen kleinen Strände luden zum Spazieren, Baden und Entspannen ein. Wer etwas Glück hat, findet hier sogar nahezu menschenleere Buchten. Für einen Restaurantbesuch sollte man allerdings etwa fünf Euro mehr einplanen als auf dem Festland.

Kristallklares Meer mit Wellen auf der Insel Krk

Uns gefiel es so gut, dass wir spontan noch einen zweiten Stopp auf Krk einlegten – diesmal in Vrbnik im Osten der Insel. Die kleine Stadt ist bekannt für ihren Weinbau und ihr traditionelles Weinfest. Mit etwas Glück wird man sogar von Einheimischen auf ein Glas eingeladen. Unser Gastgeber schenkte uns eine Flasche seines selbst produzierten Žlahtina-Weins. Auch hier laden zahlreiche verwinkelte Gassen zum Schlendern ein. Wer möchte, kann sich außerdem durch eine der schmalsten Straßen der Welt zwängen.

Kleinstadt Vrbnik auf der Insel Krk

Zadar – Sonnenuntergänge und Meeresmusik

Zadar zählt zu den beliebtesten Reisezielen Kroatiens und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Das Leben spielt sich größtenteils auf der vorgelagerten Halbinsel ab. Einen Parkplatz direkt dort zu finden, ist allerdings Glückssache. Besser ist es, eines der nahegelegenen Parkhäuser zu nutzen.

Aussicht auf die Halbinsel in Zadar

Die Altstadt ist besonders in den Abendstunden einen Besuch wert. Am westlichen Ende der Halbinsel befindet sich die berühmte Meeresorgel, die mithilfe der Wellen faszinierende Klänge erzeugt. Wer allerdings große Touristenmengen meiden möchte, wird sich in Zadar vermutlich weniger wohlfühlen, da sich die meisten Sehenswürdigkeiten auf engem Raum befinden.

Zadar bei Nacht mit einer Straße und Meer im Hintergrund

Split – Der perfekte Abschluss

Der letzte Stopp unserer Reise war Split. Die zweitgrößte Stadt Kroatiens beeindruckt mit ihrer Skyline, dem dahinterliegenden Bergpanorama und der lebendigen Altstadt.

Besonders bekannt ist die Uferpromenade Riva mit ihren zahlreichen Cafés und Restaurants. Der beeindruckende Diokletian Palast und die lebendige Altstadt laden dazu ein, stundenlang durch die Gassen zu schlendern. Von einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt hat man einen wunderschönen Blick über Split und das Meer.

Aussicht auf die Strandpromenade Riva in Split

Auch in Split gibt es mehrere Strände direkt in der Stadt. An unserem Abreisetag nutzten wir die letzten Stunden noch für einen Strandbesuch in der Nähe des Flughafens – ein perfekter Abschluss unseres Roadtrips.

Fazit

Kroatien hat uns mit seiner abwechslungsreichen Mischung aus historischen Städten, beeindruckender Natur und glasklarem Wasser begeistert. Besonders die vielen kleinen Badebuchten entlang der Küstenstraße und die entspannte Atmosphäre auf der Insel Krk bleiben uns in Erinnerung.

Aussicht auf Split vom Berg aus

Wer gerne individuell reist, spontan den nächsten Stopp entscheidet und neben bekannten Sehenswürdigkeiten auch versteckte Orte entdecken möchte, findet in Kroatien das perfekte Reiseziel.

Ein Gletschersee am Ende eines Fjordes in Norwegen nahe Olden

Neuigkeiten zu Ihrer Reise

Abonnieren Sie unsere kostenfreien Newsletter und bleiben Sie immer auf dem Laufenden! Jede Woche versorgen wir Sie mit neusten Informationen, aktuellen Angeboten und vielem mehr.